Astrid Maria Horn ist neue Vorsitzende des Evangelischen Bundes Hessen. An ihrer Seite steht künftig Volkmar Ortmann als 2. Vorsitzender. Die Mitgliederversammlung in Bensheim brachte personelle Veränderungen, einen inspirierenden Blick auf den Gottesdienst – und viel Raum für Begegnung.

Nach 17 Jahren im Vorsitz hat Matthias Ullrich sein Amt abgegeben. Zur neuen 1. Vorsitzenden wurde Pfarrerin Astrid Maria Horn aus Darmstadt gewählt, zum 2. Vorsitzenden apl. Prof. Volkmar Ortmann, Studienleiter am rpi Marburg und Lehrender an der Universität Gießen. Markus Eichler, Pfarrer in Viernheim, übernimmt das Amt des Schriftführers.
Auch der weitere Vorstand wurde neu zusammengesetzt. Gewählt wurden Yessenia Astheimer (Studentin, neu im Vorstand), Hans Jürgen Basteck (Pfarrer), Dr. Alida Euler (Pfarrerin), Moritz Groos (Pfarrer, neu im Vorstand), Prof. Rebecca Müller (Professorin am Theol. Seminar Herborn), Dr. Juliane Schüz (Dekanin im Dekanat Hochtaunus) und Dr. Thorsten Waap (Dekan im Kirchenkreis Fulda, neu im Vorstand).
Eine Stelle bleibt dabei vorerst offen: Für das Schatzmeisteramt fand sich kein Kandidat. Der bisherige Schatzmeister Rüdiger Weyer wird die Aufgabe deshalb kommissarisch weiterführen.
Was Gottesdienste mit Gemeindeentwicklung zu tun haben
Den Auftakt des Tages bildete ein Vortrag von Dr. Peter Meyer, Leiter des Zentrums Verkündigung der EKHN und EKKW in Frankfurt. Unter dem Titel „Berührt – Gottesdienst als Gemeindeentwicklung“ nahm er den Gottesdienst als einen zentralen Ort kirchlichen Lebens in den Blick.
Damit war zugleich ein Thema gesetzt, das den Evangelischen Bund auch über die Mitgliederversammlung hinaus beschäftigt: Wie kann Kirche Menschen erreichen, berühren und zum Mitmachen einladen?
Zwischen Rückblick und Aufbruch
Neben den Wahlen standen Berichte über die Arbeit des vergangenen Jahres, die glücklicherweise solide finanzielle Situation und die kommenden Projekte auf der Tagesordnung. Der bisherige Vorsitzende Matthias Ullrich blickte dabei auch auf seine 17 Jahre im Amt zurück. Er beschrieb einen Evangelischen Bund, der sich verändert hat und zugleich seinem Profil treu geblieben ist: mit ökumenischer Weite, der Bereitschaft, Entwicklungen schnell aufzugreifen, und dem Anspruch, sich einzumischen, ohne sich aufzudrängen.
Für den neuen Vorstand gibt es damit einiges weiterzuführen – und manches neu zu gestalten.
Ein Mittag im Garten
Dass eine Mitgliederversammlung nicht nur aus Tagesordnungspunkten bestehen muss, zeigte sich beim anschließenden Beisammensein. Nur wenige Schritte vom Seminarraum des Konfessionskundlichen Instituts entfernt, ging es auf die Terrasse und in den Garten des Wolfgang-Sucker-Hauses. Bei sommerlicher Atmosphäre, Essen und guten Gesprächen klang der gemeinsame Mittag aus.
So blieb am Ende vor allem der Eindruck eines freundlichen und zugewandten Treffens, bei dem neben Wahlen, Berichten und Beschlüssen auch das Miteinander seinen Platz hatte.
Wir wünschen dem neu gewählten Vorstand alles Gute für seine Arbeit, viel Freude an den kommenden Aufgaben und Gottes Segen!
