Studienfahrt nach Magdeburg

aktuell am 29. Dezember 2021

weltberühmt: der Magdeburger Dom an der Elbe

Wie die evangelischen Kirchen in den neuen Bundesländern auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen reagieren, kann man auf einer Studienfahrt nach Magdeburg erleben. Am Beispiel der mitteldeutschen Kirche gibt der Evangelische Bund Hessen vom 29. August bis zum 2. September Einblicke in die Gegenwart und jüngste Vergangenheit einer Kirche und Gesellschaft, wo – wie in Sachsen-Anhalt – nur noch knapp 15 Prozent überhaupt einer Kirche angehören.

Während im westlichen Teil Deutschlands oftmals immer noch vollmunding von „Volkskirche“ gesprochen wird, haben sich die Christen im Osten Deutschlands längst auf ein kirchliches Leben in der Minderheit eingestellt. Ausgerechnet dort, wo die gezielte Entkirchlichung seit 1933 die Kirchen erst politisch gespalten und dann in die Nische getrieben hat, hat insbesondere die evangelische Kirche Bürgerrechtler unterstützt und eine entscheidende Rolle bei friedlichen Revolution 1989 gespielt. 

Die Reisegruppe trifft Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirchen in Magdeburg sowie den Beauftragten der Evangelischen Landeskirche in Mitteldeutschland am Sitz der Landesregierung in Sachsen-Anhalt. Sie spricht mit Zeitzeugen aus dem Herbst 89 und besucht den „Meditationsweg der verlorenen Kirchen“ sowie die Gedenkstätte Moritzplatz in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt Magdeburg-Neustadt. Weitere Ziele sind der Magedburger Dom, die Ökumenischen Höfe und die Gedenkstätte Marienborn, die ehemalige Grenzübergangsstelle. 

Die Gruppe reist gemeinsam mit der Bahn und übernachtet im Hotel Roncalli-Haus in Ein- und Zweibettzimmern. Die Reisekosten für Fahrt, Übernachtung und Halbpension sind mit 290 bzw. 350 Euro angesetzt. Reiseleiter Pfarrer Hans Jürgen Basteck rechnet mit 20 bis 35 Personen und freut sich über Anmeldungen: „Intensive Begegnungen dieser Art helfen uns und den Besuchten, Teilung zu überwinden und Einheit zu gestalten.“

Anmeldungen sind frühzeitig erwünscht. Das erleichtert die Planungen. Verbindlich wird die Anmeldung erst nach Unterschrift des per Post zugesandten Formulars.